◙ Cane Corso info

Ursprünglich wurde der Cane Corso von den Römern als Kampf-Kriegs-und Wachhund eingesetzt. 

Später wurde er von den Bauern als Schutzhund und zur Jagd auf Großwild verwandt.

 

Der Cane  Corso ist kraftvoll, gewandt, widerstandsfähig, von körperlich harmonischer Funktionalität.

Er ist ein intelligenter, energischer und ausgeglichener Hund.

Er ist ein unvergleichlicher Wach-und Schutzhund sowie ein hervorragender Jagdhund.

 

Er ist stark und agil und zeichnet sich durch einen Körperbau aus, der für jede Arbeit geeignet ist.

Seine Stärke, seine Leistungsfähigkeit und seine optimalen Proportionen begründen seine strukturelle Essenz

und funktionale Schönheit.

 

Seine Fähigkeit zur Anpassung und seine funktionale Morphologie haben diese Rasse Jahrhunderte unversehrt überstehen lassen.


◙ Haltung

◙ WESEN UND VERHALTEN

◙ DAS ERSCHEINUNGSBILD


◙ Haltung

In Deutschland ist der Cane Corso in Brandenburg u. Bayern ein sogenannter "Listenhund" (ggf. am Wohnort die Haltungsvorschriften erfragen).

 

Reisende nach Dänemark, Frankreich, Italien, Niederlande usw. sollten vorher die Einreise- und Aufenthaltsbedingungen erfragen.

In Liechtenstein u. in den Schweizer Kantonen Genf, Freiburg, Glarus, Schaffhausen, Thurgau und Tessin steht er ebenso

auf den Listen als "gefährlicher Hund".

Im Kanton Genf ist seine Haltung komplett verboten.

 


 

"Bei der Anschaffung eines Cane Corso müssen die Rahmenbedingungen stimmen, um das Risiko von Verhaltensauffälligkeiten zu minimieren.

Der Elan des Cane Corso, sein Erbe und seine oftmals ungestüme Kraft prädestinieren ihn nicht für Kleinkinder.

Ein Mehrparteienhaus oder Stadthaus oder eine Wohnung sind kein rassegerechtes Umfeld für einen Cane Corso.

Ein Wachhund schlägt bei Geräuschen an. Und heißt auch nicht jeden willkommen. Wird es dann den Nachbarn aufgrund der Lärmbelästigung zu viel oder dem Besuch zu anstrengend, wird mühevoll versucht, dem Hund sein natürliches Verhalten abzuerziehen, was meist auf beiden Seiten zu Enttäuschung und Problemen führt und viel zu oft im Tierheim endet.

Weit sinnvoller wäre es, sich eine Rasse anzuschaffen, die nicht umkonditioniert und unglücklich gemacht werden muss.

 

Ein Cane Corso braucht Gesellschaft. Täglich über Stunden allein gelassen ist für ihn eine Qual, auf die er mit Verhaltensstörungen reagiert.

 

Bewegung, intellektuelle Anforderung und Kooperation mit dem Menschen sind wesentliche Faktoren im Leben eines Cane Corso. Dies bedingt eine verantwortungsvolle Einstellung, Zeit, Engagement und ein fundiertes Wissen um die Bedürfnisse des Hundes.

Wer im VPG/IPO - Sport glänzen möchte oder ein Prestigeobjekt sucht, ist mit einem Malinois oder Rottweiler besser bedient. 

 

-Ein Cane Corso kostet Geld:

 Anschaffung, Futter, Pflege,  Gesundheitsvorsorge,  Krankheitskosten, Steuern,  Versicherung, ect. ect.

-Ein Cane Corso kostet Zeit:

 Er will erzogen und beschäftigt werden,  er braucht Gesellschaft, Bewegung und eine Aufgabe.

 Und dies sein Leben lang.

-Ein Cane Corso kostet Nerven:

 Ausbildung und Training verlangen  Erfahrung, Geduld und Gelassenheit,  Fein- und Fingerspitzengefühl eines ruhigen,   sicheren und konsequenten Besitzers, der ohne Härte und Druck geradlinig führt. 

 

Wenn man Zeit, Geld und Nerven sparen will, erfreut man sich besser an anderen Dingen.

 

Als logische Fortführung ergibt sich hieraus:

 

-Dass der klassische Cane Corso- Halter über ein großes Grundstück und ein freistehendes Haus verfügen sollte, das sich zum Bewachen und Beschützen anbietet und dem Hund so die Möglichkeit verschafft, seiner ursprünglichen Aufgabe nachzukommen um psychisch wie körperlich gesund zu bleiben.

 

-Eine fundierte Hundeerfahrung vornehmlich von Molosser-Rassen oder Gebrauchshunde-Rassen besitzt.

 

-Mit rassetypischen Vor-und Nachteilen wie dem Territorialverhalten und dem "eigenen Kopf bei sensiblem Gemüt" umzugehen weiß.

 

-Die finanziellen Mittel und den Aufwand an Zeit nicht scheut.

 

-Der körperlich in der Lage ist, mit einem kraftvollen Hund umzugehen und sich psychisch und mental über

Souveränität, Selbstdisziplin, Geduld, Einfühlungsvermögen, Verantwortungsbewusstsein und gesunden Hundesachverstand definiert.

 


◙ wesen und Verhalten

"Im italienischen Standard ist unter dem Stichwort Verhalten/Charakter folgendes ausgeführt: 

 

Beschützer von Eigentum, Familie und Vieh;  extrem agil und eigenverantwortlich.

In der Vergangenheit wurde er zum Hüten von Nutzvieh und zur Großwildjagd verwendet.

 

Laut Danilo Giorgio sind die typischen Charaktereigenschaften, die einen Cane Corso auszeichnen sollten: 

-Aggressivität,

-Fügsamkeit,

-Geselligkeit,

-psychische Balance und nervliche Ausgeglichenheit.

Diese charakterliche Ausstattung macht den Cane Corso zu einem ruhigen, kontrollierten und reflektierten Hund.

 

Seine wahre Stärke ist die ihm eigene Stabilität, sein inneres Gleichgewicht und seine Nervenfestigkeit.

 

Gemäß italienischem Standard von Morsiani ist der Cane Corso:

intelligent, kraftvoll, ausgeglichen und gut auszubilden.

Eindeutig: ein Wach-und Schutzhund.

Außerordentlich beweglich und reaktionsschnell.

Fügsam gegenüber seinem Besitzer, freundlich mit Kindern und der Familie.

Und bei Bedarf auch beherzter Beschützer von Personen, Haus und Grund.

 

 

Der Cane Corso hat eine ausgeprägte instinktive und adaptive Intelligenz, die ihn befähigt sich Situationen anzupassen

und situativ angemessen zu reagieren.

Wobei er es vorzieht, eigenständig zu lernen und zu entscheiden, welcher Weg der beste ist.

Der Cane Corso ist ein Hund mit "scienza e coscienza" der sozusagen nach bestem Wissen und Gewissen handelt.

Einen echten Cane Corso zeichnet sein starkes psychisches Gleichgewicht und seine Reflexivität aus.

 

Er ist ein Hund, der denkt, der autonom und perfekt Zeit, Art und Weise abschätzt, bevor er eingreift. Aber wenn er es tut, dann mit absoluter Vehemenz und Entschlossenheit, quasi in weniger als einer Sekunde von 0 auf 100 und umgekehrt.

 

Der Cane Corso hat ein starkes Gefühl der Eigenverantwortung auch und im Besonderen für sein Territorium.

Auf dem eigenen Grundstück fühlt er sich am Wohlsten und verlässt es auch nicht.

Territorialverhalten und Wachsamkeit bedeuten aber auch, dass fremde Tiere oder Menschen nicht einfach sein Revier betreten können.

 

Der Cane Corso ist nicht nur ein Wachhund, sondern hat auch die Fähigkeit zur Verteidigung.

 

Fremden gegenüber verhält er sich zurückhaltend bis misstrauisch.

 

Er ist ein selbstständiger, aufgeweckter, zielstrebiger Hund mit einem ausgezeichneten Gedächtnis und einem starken Willen, vital und arbeitsfreudig, der eine Aufgabe benötigt, um zufrieden und ausgeglichen zu sein.

Sein Temperament, seine Spielfreude, sein Bewegungsdrang und seine Neugierde wollen befriedigt werden.

 

Aufgrund seiner schnellen Auffassungsgabe kann man ihn gut ausbilden. Allerdings wird er nie wie ein Automat reagieren und das Erlernte nicht immer verlässlich umsetzen. ("...non è un cane telecomandato"). Seine lebhafte Intelligenz zeigt sich eben auch in Eigeninitiative und Unabhängigkeit.

 

Als aufnahmestarker Beobachter lernt er schnell, seine Familienmitglieder zu interpretieren und gegebenenfalls auszunützen oder im besten Sinne, die jeweilige Hausordnung zu akzeptieren.

 

Der Cane Corso ist ein geselliger Hund, der mit und für seinen Herrn leben möchte. Im sozialen Umgang mit seiner Familie ist er feinfühlig und empfindsam, anschmiegsam, loyal, gutmütig und tolerant mit Kindern, falls diese gelernt haben, wie man sich korrekterweise gegenüber einem Hund zu verhalten hat. Das Kinder niemals ohne Aufsicht mit einem Hund alleingelassen werden dürfen, sollte selbstverständlich sein.

 

Die individuellen Unterschiede zwischen den Cani Corso zeigen auch die außergewöhnliche Vielfalt der Rasse.

Den einzigartigen und ursprünglichen Charakter 'seines Hundes' zu ergründen und zu analysieren macht nicht nur große Freude, sondern hilft auch, das Beste im eigenen Hund zu aktivieren und zu stärken."


◙ Das Erscheinungsbild

"-Großer Kopf, muskulös, kompakt und insgesamt gut proportioniert;

-Aufmerksamer und wacher Blick, der auf Intelligenz und Ausgeglichenheit schließen lässt;

-Gut entwickelte, kräftige Kaumuskeln;

-Gerade Schneidezähne, gut entwickelte und weit auseinanderstehende Fang -bzw. Eckzähne;

-Gebissstellung als leichter Vorbiss, aber nicht mehr als 5 mm. Zangenbiss zulässig, aber nicht erwünscht.

-Kräftiger, sehr muskulöser Hals. Leicht gewölbt und gut mit Rücken und Brust verbunden;

-Breite Brust mit sehr gut entwickelten Brustmuskeln;

-Großer, sowie in Höhe, Tiefe und Breite gut entwickelter Brustkorb;

-Sehr muskulöser, leicht ansteigender Rücken mit deutlichem Widerrist;

-Kurze, breite, ein wenig gewölbte und sehr muskulöse Lenden;

-Kruppe lang. breit und sehr muskulös;

-Rumpf gut proportioniert, wesentlich länger als hoch; muskulös, kompakt und kräftig;

-Vordere wie hintere Gliedmaßen kraftvoll und stämmig, muskulös und gerade;

-Sprunggelenk breit und dick;

-Rute kräftig an der Wurzel;

Der Cane Corso zeigt ein dichtes, kurzhaariges, eng anliegendes, glänzendes Fell und eine dichte Unterwolle, die im Winter noch deutlicher ausgeprägt ist.

Auch wenn die physischen Charakteristika auf alle Cani Corso zutreffen, variieren die Fellfarben je nach genetischen Linien.

Das Gewicht schwankt zwischen 40 und 60 kg, die Höhe zwischen 60 und 70 cm, auch wenn es früher Exemplare gab, die diese Höhe überschritten.

Entscheidend sind die perfekten Proportionen und...der Charakter.

 

Quelle: Texte aus dem Buch 'Der Cane Corso Italiano' von Margit Hartleb.